top of page

Bauwirtschaft fordert sofortiges Handeln der Ampel

Nachfrageeinbruch beim Wohnungsbau betrifft auch den Ausbau




Im Vorfeld des Wohnungsbaugipfels im Kanzleramt am 25.09.2023 fordert Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, die Regierungskoalition zum sofortigen Handeln auf:

„Seit Monaten sehen wir einen traurigen Negativrekord im zweistelligen Bereich bei den Baugenehmigungen. Das ist ein lang anhaltender Warnschuss, den jeder längst gehört haben müsste. Der Nachfrageeinbruch ist massiv und er betrifft weitaus mehr Gewerke als vielen bewusst ist. Wenn ein Haus oder eine Wohnung nicht gebaut wird, gibt es auch keine Aufträge für die Ausbaugewerke. Auch hier wächst der Druck auf die Beschäftigung enorm. Deswegen hilft jetzt kein Abwarten mehr - die Regierung muss sofort handeln und investive Impulse für den Wohnungsbau schaffen.


Die Vorschläge hierfür haben wir gemacht: Helfen würde eine deutliche Aufstockung der Darlehenssätze und der Zinsstützung im klimafreundlichen Neubau. Bei der Wohneigentumsförderung für Familien sollte die Kopplung an den EH-40-Standard zumindest temporär entfallen. Das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen sollte auf 90.000 Euro pro Jahr und 15.000 Pro Euro/Kind angehoben und zusätzlich Zuschüsse und Zinsstützung gewährt werden. Die Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer müssen kommen und der soziale Wohnungsbau braucht dringend eine Mittelaufstockung, sonst können keine 100.000 Wohnungen pro Jahr in diesem Segment gebaut werden.


Zügiges Handeln ist aber nicht nur beim Neubau, sondern auch im Modernisierungsbereich gefragt. So müssen das zu beschließende Wärmeplanungsgesetz, sowie die zu überarbeitende "Bundesförderung für effiziente Gebäude" schnellstmöglich auf das kürzlich beschlossene Heizungsgesetz hin abgestimmt werden, sonst bricht hier die Nachfrage ein: Die Aufträge für Modernisierungsmaßnahmen der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik sind bereits massiv zurückgegangen. Allein in der Gebäudetechnik sind seit Inkrafttreten der BEG-Novelle im September 2022 die monatlichen Antragszahlen bei den Wärmeerzeugern um über 90 Prozent eingebrochen.“

Kommentare


bottom of page