In 2012 gab es 6.697 bestandene Prüfungen im Studiengang Bauingenieurwesen

Dies sind laut Statistischem Bundesamt knapp 2.000 AbsolventInnen mehr als noch vor vier Jahren.

Im Prüfungsjahr 2012 erwarben nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes mehr als 413.000 AbsolventInnen einen Hochschulabschluss an deutschen Hochschulen, darunter waren 6.697 mit einem Abschluss im Studiengang Bauingenieurwesen.

Vor vier Jahren waren es mit gut 309.000 bestandenen Prüfungen noch gut 100.000 weniger Absolventen mit einem Hochschulabschluss. Darunter waren seinerzeit 4.790 Absolventinnen und Absolventen mit einem Hochschulabschluss im Bauingenieurwesen.

Der starke Anstieg der bestandenen Prüfungen ist – neben erhöhten Studienanfängerzahlen – maßgeblich von der Bologna-Reform beeinflusst. Wegen der Umstellung auf das System der gestuften Studiengänge können Studierende ihr Studium mit dem Bachelor schneller abschließen. Außerdem erwerben viele Studierende zuerst einen Bachelor- und anschließend einen Masterabschluss – in der Folge erhöht dies die Zahl der Abschlüsse insgesamt deutlich. Während es 2002 nur 1.000 Bachelor- und 2.200 Masterabschlüsse gab, waren es 2012 rund 183.200 Bachelor- und 58.600 Masterabschlüsse.

Es gab noch nie so viele Studenten wie derzeit - etwa 2,5 Millionen. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht und den ersten doppelten Abiturjahrgängen wächst die Zahl der Studierenden deutlich. Noch bis 2020 sieht die Prognose der Kultusministerkonferenz eine jährliche Anfängerzahl über der Marke von 450.000 vor. Fast die Hälfte aller Schulabsolventen steuert inzwischen eine Hochschule an.

Der Run auf die Hochschulen führt dazu, dass in den Uni-Städten gerade kleine Wohnungen für Erstsemester und Studienortwechsler knapp werden. Der Zuwachs von 116 % gegenüber 2011 bei der Beantragung von Genehmigungen für den Bau von Wohnungen in Wohnheimen (von 3.960 auf 8.570), der allerdings noch immer zu gering ist, ist eine Antwort auf die steigende Zahl von Studenten in Städten mit Hochschulen bzw./und Universitäten. In fünf Bundesländern sind im Jahr 2012 Doppeljahrgänge von Studienanfängern an den Start gegangen.

Wohnheimplätze sind begehrt. Sie kosten ca. 220 €/Monat. Derzeit gibt es 230.000 öffentliche geförderte Wohnheimplätze, davon 183.000 Plätze von Studentenwerken – das sind allerdings 25.000 zu wenig.

Nach einer Untersuchung der NRW.BANK leben nur 9 % der Studierenden in NRW in Wohnheimen. Knapp 30 % wohnen noch bei ihren Eltern oder Verwandten, etwa 22 % leben in Wohngemeinschaften. Die übrigen haben eine Wohnung gemietet, vereinzelt auch zur Untermiete.

Quelle: Statistisches Bundesamt, IW Köln